o. Univ.-Prof. Dr. Reinhard Windhager

o. Univ.-Prof. Dr. Reinhard Windhager

Wie entsteht eine Arthrose?

Eine Arthrose im Kniegelenk kann auf viele Ursachen zurückzuführen sein: jahrelange Abnutzung und Verschleiß, Überbelastung, Fehlbelastung, Stoffwechselerkrankungen oder auch (schlecht verheilte) Verletzungen. Aber auch Risikofaktoren wie genetische Veranlagung oder Übergewicht spielen bei der Entwicklung einer Arthrose eine Rolle.
Leitsymptom der Kniegelenksarthrose sind belastungsabhängige Schmerzen (Anlaufschmerzen am Morgen oder nach längeren Ruhephasen) im Bereich des Kniegelenks. Weitere mögliche Anzeichen sind diffuse Schmerzen, Koordinations- und Gefühlsstörungen im Bereich vom Knie, eine zunehmende Versteifung des Kniegelenks, Schwellungen, Probleme sich in bestimmten Positionen zurecht zu finden (z.B. in der Hocke), Beschwerden beim Stufensteigen und „Gelenkknacken“. Bei einigen Patienten verstärken sich zudem bereits bestehende Fehlstellungen im Bereich vom Kniegelenk durch die Arthrose.
Der individuelle Verlauf der Gonarthrose ist sehr variabel und wird von vielen Faktoren beeinflusst. Die Schmerzen und Empfindungen im Bereich vom Gelenk werden unangenehmer, je stärker die Arthrose ausgeprägt ist. Unbehandelt kann die Gonarthrose schließlich zu einem Totalverlust vom Kniegelenk führen.

 

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Die Therapie richtet sich nach dem Krankheitsstadium. Dafür stehen konservative und operative Möglichkeiten zur Verfügung. Die Behandlung richtet sich dabei prinzipiell nach der Ursache und dem Schweregrad der Erkrankung. Konservative Therapiemöglichkeiten umfassen physiotherapeutische und physikalische Maßnahmen, orthopädische Hilfsmaßnahmen und medikamentöse Behandlungen (knorpelaufbauende, schmerz- und entzündungshemmende Medikamente).
Eine Heilung der Kniegelenksarthrose ist aber leider nicht möglich, da der Knorpelabbau nicht wieder rückgängig gemacht werden kann. Mithilfe einer konservativen Therapie kann der Verlauf günstig beeinflusst und verlangsamt werden. Im Spätstadium ist aber nur der Gelenkersatz mit einer Knieprothese die einzig sinnvolle Option, um Schmerzen und Bewegungseinschränkungen zu beseitigen und die Lebensqualität zu verbessern.

 

Welche Möglichkeiten der Knie-Operation bieten Sie an?

Als Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie verfüge ich über langjährige Erfahrung mit unterschiedlichsten Operationsmethoden im Bereich des Kniegelenkes neben Kniegelenksersatzoperationen (kompletter Ersatz und Teilprothese) biete ich meinen Patienten die Durchführung von Umstellungsosteotomien, knorpelchirurgischen Eingriffen und komplexen Revisionseingriffen an. Im Laufe meines Berufslebens habe ich mich intensiv mit unterschiedlichen Operationstechniken auseinandergesetzt, um die beste Methode für den jeweiligen Patienten auszuwählen: hinsichtlich Sicherheit, Wirksamkeit und Benefit. Auch bei den Knieprothesen gibt es neue innovative Produkte mit einer deutlich höheren Bewegungsfreiheit und und einer besseren Stabilisierung des Kniegelenks.
Neben einem kompletten Ersatz des Kniegelenks besteht auch die Möglichkeit einer Teilprothese (Schlittenprothese). Dies macht Sinn, wenn nur der innere oder der äußere Teil des Kniegelenks oder das Gleitlager der Kniescheibe von krankhaften Veränderungen betroffen sind. Dann wird nur der betroffene Teil vom Kniegelenk durch eine Prothese erneuert. Dieser Eingriff ist weniger belastend, weil Bandstrukturen vom Knie und gesunde Gelenkteile erhalten bleiben.

Wir wichtig ist die exakte Vorbereitung auf eine Op?

Jedes künstliche Kniegelenk stellt für die Patienten zu Beginn eine große Belastung dar und geht mit vielen Fragen einher. Ich nehme mir ausreichend Zeit, um nach einer exakten Diagnose über alle konservativen Therapiemöglichkeiten und Operationsmethoden aufzuklären. Gemeinsam wird nach Abwägen aller Pro und Contras gemeinsam eine Entscheidung getroffen. Auch der richtige Zeitpunkt für die Implantation der Prothese wird gemeinsam mit dem Patienten festgelegt, ebenso die Entscheidung, welches künstliche Kniegelenk eingesetzt wird. Jeder Schritt wird vorab exakt geplant und an die individuellen Patientenbedürfnisse angepasst. Die operative Nachsorge gestaltet sich von Patient zu Patient unterschiedlich und wird vorab besprochen und organisiert.

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