o. Univ.-Prof. Dr. Reinhard Windhager

o. Univ.-Prof. Dr. Reinhard Windhager

Wie häufig sind Gelenksarthrosen?
Der Anteil älterer Menschen wird in Österreich in den nächsten Jahren weiter steigen. Dadurch treten auch Wirbelsäulenbeschwerden, Abnützungserscheinungen von Gelenken (Arthrose) und Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparats immer häufiger auf. Vor allem Mobilitätseinschränkungen behindern den Alltag und führen zu Folgeerkrankungen. Gelenksarthrosen gehören zu den Krankheiten, die in entwickelten Ländern am häufigsten zu Behinderung führen. Weltweit sind laut WHO 9,6 Prozent der Männer und 18 Prozent der Frauen davon betroffen. Für die Behandlung schwerer Fällen hat sich die Implantation eines künstlichen Hüftgelenks als effektive und kosteneffiziente Intervention erwiesen. Die Operation wird überwiegend bei Menschen ab 60 Jahren durchgeführt.

Sind Gelenksoperationen bereits Routine?
Vor nicht allzu langer Zeit waren künstliche Hüft- oder Kniegelenke vereinzelte High-Tech-Operationen. Mittlerweile sind künstliche Gelenke aber in vielen Kliniken zur Routine geworden. Durch hohe Patientenzahlen, gute Qualität und laufende Forschung hat etwa die Orthopädie der MedUni Wien am Wiener AKH eine Vorreiterrolle. Dadurch konnten in den vergangenen Jahren immer ausgefeiltere implantierbare Prothesen entwickelt werden. Je nach Ausprägung und Krankheitsgrad können unterschiedliche Typen des künstlichen Hüftgelenks zum Einsatz kommen; das künstliche Hüftgelenk besteht dabei im Regelfall aus Keramik, Metallen und Polymeren.

Welche Operationstechniken gibt es?

Prinzipiell stehen zwei verschiedene Operationstechniken zur Verfügung, die herkömmliche und die minimal-invasive Operationsmethode, auch als AMIS-Methode (Anterior Minimal Invasive Surgery) bekannt. Eine minimal-invasive Operation wird bei Möglichkeit immer bevorzugt, da sie für den Patienten mit zahlreichen Vorteilen einhergeht:

  • Muskulatur seitlich an der Hüfte wird nicht durchgeschnitten, dem Patienten bleiben unangenehme Vernarbung und Heilungsschmerzen erspart.
  • geringerer Blutverlust
  • Patienten können bereits einen Tag nach der Operation wieder aufstehen.
  • Ältere Patienten sind schneller wieder selbstständig.
  • Jüngere Patienten sind schneller wieder im Arbeitsalltag.
  • Allgemeine Rehabilitationsphase fällt nach minimal-invasiven Operationen deutlich kürzer
    aus als nach größeren offenen Eingriffen.
  • Tragedauer der Krücken ist nach minimal-invasiven Operationen des Hüftgelenks kürzer.

Als Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie verfüge ich über langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der minimalinvasiven Operationstechniken und Hüftgelenksersatzoperationen sowie komplexen Revisionseingriffen/Wechseloperationen. Darüber hinaus habe ich in Zusammenarbeit mit internationalen Kollegen als einziger Europäer ein Implantat entwickelt, das die Vorteile bisheriger Implantate vereint und dabei speziell für den vorderen Zugang konzipiert ist. Dieses Actis Total Hip System ist seit Juni 2016 auch für Patienten in Österreich verfügbar.

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