Hilfe bei O- und X-Beinen

Hilfe bei O- und X-Beinen

Reinhard Windhager No Comments

o. Univ.-Prof. Dr. Reinhard Windhager

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Welche Probleme treten bei O- oder X-Beinen auf?
Bei einer O- oder X-Beinstellung besteht eine Fehlbelastung im Knie. Dadurch entstehen Schäden im Kniegelenk, da die Gelenkflächen vom Knie aufgrund der jeweiligen Stellung vom Bein ungleichmäßig belastet werden. Diese Abweichung der Kniegelenksachse kann angeboren oder erworben sein.

Welche Behandlung kann bei O- oder X-Beinen helfen?
Im Rahmen einer Umstellungsosteotomie oder Achsenkorrektur kann eine derartige Fehlstellung in der Beinachse beseitigt werden. Bei diesem Eingriff werden geschädigte bzw. überbeanspruchte Knorpelanteile entlastet. Gleichzeitig werden auch mögliche Folgeschäden – etwa Arthrose – vermieden oder hinausgezögert. Eine Umstellungsosteotomie ist bei vielen Patienten auch bei bereits bestehender Arthrose sinnvoll, weil dies zu einer Verbesserung der Beschwerden führt.

Was passiert bei der Operation genau?
Bei einer Umstellungsosteotomie handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff. Dabei wird ein Knochen vorsichtig durchtrennt, um die normale Anatomie wiederherzustellen und die betroffenen Gelenkanteile effektiv zu entlasten. Während der Operation können Knochen in unterschiedliche Richtungen (Korrekturebenen) korrigiert werden.

Es gibt mehrere Operationstechniken. Am häufigsten kommt die Opening-wedge-Osteotomie (keilförmige valgisierende Korrektur) zum Einsatz, welche eine Korrektur in alle drei Ebenen ermöglicht. Viele achsenkorrigierende Operationen können heute minimal-invasiv durchgeführt werden. Die Korrektur der Achsen wird vor der Operation genau geplant, das genaue operative Vorgehen ist befundabhängig und wird, ebenso wie die operative Nachsorge, vorab eingehend besprochen.

Orthopädische Onkologie

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Welche Krankheitsbilder werden in der orthopädischen Onkologie behandelt?
Es handelt sich dabei um Knochen- und Weichteiltumore. Diese sind im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen zwar durchaus seltene Erkrankungen, gehen aber häufig mit komplexen diagnostischen und therapeutischen Problemstellungen einher. Häufig handelt es sich bei der bösartigen Läsion um eine Metastase eines Tumors, der ursprünglich nicht im Knochen sitzt.

Werden bei der die Behandlung verschiedenste medizinische Experten benötigt?
Die orthopädische Onkologie benötigt eine besonders hohe Expertise aus unterschiedlichsten Disziplinen. Dank mehr als 25 Jahren Erfahrung auf dem Gebiet der orthopädischen Onkologie kann ich meinen Patienten modernste operative und onkologische Verfahren anbieten. In vielen Fällen ist eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit erfahrenen und vertrauten Kollegen anderer medizinischer Fachrichtungen erforderlich. Erst dadurch wird eine umfassende Betreuung von Patienten mit Tumoren des Bewegungsapparates möglich.
Aber durch die hochentwickelten onkologischen Therapieansätze ist – bei rechtzeitigem Behandlungsbeginn –, in vielen Fällen eine gute Prognose möglich. Bei Fragen zur orthopädischen Onkologie stehe ich Ihnen gerne persönlich zur Verfügung.

Knorpeldefekt

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o. Univ.-Prof. Dr. Reinhard Windhager

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Welche Folgen kann ein Knorpeldefekt haben?

Ein Knorpeldefekt ist eine ernst zu nehmende Knieverletzung mit weitreichenden Folgen und keine harmlose Begleiterscheinung. Ein neuer Knorpelaufbau durch eine nicht-operative Therapie ist leider nicht möglich. Das Ziel der konservativen Behandlung beschränkt sich auf die Verbesserung der Gelenksfunktion, eine Symptomlinderung und das Verhindern des Voranschreitens des Defektes.

 

Welche operativen Optionen gibt es beim Knorpelschaden?

Durch eine Operation ist der Knorpelaufbau im Knie nach einem akuten Knorpelschaden möglich. Als Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie verfüge ich über langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Knorpelchirurgie. Je nach Befund, Beschwerden, Aktivitätslevel, Alter und der Entstehungsgeschichte gibt es unterschiedliche operative Möglichkeiten der Behandlung:

  • Refixationstechniken (Repositionierung und Refixierung von Knorpelfragmenten nach Knorpelfrakturen/Traumata)
  • Knochenmarksstimulierende Verfahren (gezielte Perforation des Knorpeldefekts zwischen Knorpel und Knochen)
  • Intraoperative biologische Augmentation am Knorpel
  • Transplantationstechniken (autologe Chondrozyten-Transplantation; Entnahme körpereigener Knorpelzellen, Vermehrung dieser in einer Nährlösung und anschließendes Einbringen in den Knorpeldefekt, um frühzeitiger Arthrose vorzubeugen).

Bei Fragen zur Knorpelchirurgie stehe ich Ihnen gerne persönlich zur Verfügung.

Knieprothese

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Wie entsteht eine Arthrose?

Eine Arthrose im Kniegelenk kann auf viele Ursachen zurückzuführen sein: jahrelange Abnutzung und Verschleiß, Überbelastung, Fehlbelastung, Stoffwechselerkrankungen oder auch (schlecht verheilte) Verletzungen. Aber auch Risikofaktoren wie genetische Veranlagung oder Übergewicht spielen bei der Entwicklung einer Arthrose eine Rolle.
Leitsymptom der Kniegelenksarthrose sind belastungsabhängige Schmerzen (Anlaufschmerzen am Morgen oder nach längeren Ruhephasen) im Bereich des Kniegelenks. Weitere mögliche Anzeichen sind diffuse Schmerzen, Koordinations- und Gefühlsstörungen im Bereich vom Knie, eine zunehmende Versteifung des Kniegelenks, Schwellungen, Probleme sich in bestimmten Positionen zurecht zu finden (z.B. in der Hocke), Beschwerden beim Stufensteigen und „Gelenkknacken“. Bei einigen Patienten verstärken sich zudem bereits bestehende Fehlstellungen im Bereich vom Kniegelenk durch die Arthrose.
Der individuelle Verlauf der Gonarthrose ist sehr variabel und wird von vielen Faktoren beeinflusst. Die Schmerzen und Empfindungen im Bereich vom Gelenk werden unangenehmer, je stärker die Arthrose ausgeprägt ist. Unbehandelt kann die Gonarthrose schließlich zu einem Totalverlust vom Kniegelenk führen.

 

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Die Therapie richtet sich nach dem Krankheitsstadium. Dafür stehen konservative und operative Möglichkeiten zur Verfügung. Die Behandlung richtet sich dabei prinzipiell nach der Ursache und dem Schweregrad der Erkrankung. Konservative Therapiemöglichkeiten umfassen physiotherapeutische und physikalische Maßnahmen, orthopädische Hilfsmaßnahmen und medikamentöse Behandlungen (knorpelaufbauende, schmerz- und entzündungshemmende Medikamente).
Eine Heilung der Kniegelenksarthrose ist aber leider nicht möglich, da der Knorpelabbau nicht wieder rückgängig gemacht werden kann. Mithilfe einer konservativen Therapie kann der Verlauf günstig beeinflusst und verlangsamt werden. Im Spätstadium ist aber nur der Gelenkersatz mit einer Knieprothese die einzig sinnvolle Option, um Schmerzen und Bewegungseinschränkungen zu beseitigen und die Lebensqualität zu verbessern.

 

Welche Möglichkeiten der Knie-Operation bieten Sie an?

Als Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie verfüge ich über langjährige Erfahrung mit unterschiedlichsten Operationsmethoden im Bereich des Kniegelenkes neben Kniegelenksersatzoperationen (kompletter Ersatz und Teilprothese) biete ich meinen Patienten die Durchführung von Umstellungsosteotomien, knorpelchirurgischen Eingriffen und komplexen Revisionseingriffen an. Im Laufe meines Berufslebens habe ich mich intensiv mit unterschiedlichen Operationstechniken auseinandergesetzt, um die beste Methode für den jeweiligen Patienten auszuwählen: hinsichtlich Sicherheit, Wirksamkeit und Benefit. Auch bei den Knieprothesen gibt es neue innovative Produkte mit einer deutlich höheren Bewegungsfreiheit und und einer besseren Stabilisierung des Kniegelenks.
Neben einem kompletten Ersatz des Kniegelenks besteht auch die Möglichkeit einer Teilprothese (Schlittenprothese). Dies macht Sinn, wenn nur der innere oder der äußere Teil des Kniegelenks oder das Gleitlager der Kniescheibe von krankhaften Veränderungen betroffen sind. Dann wird nur der betroffene Teil vom Kniegelenk durch eine Prothese erneuert. Dieser Eingriff ist weniger belastend, weil Bandstrukturen vom Knie und gesunde Gelenkteile erhalten bleiben.

Wir wichtig ist die exakte Vorbereitung auf eine Op?

Jedes künstliche Kniegelenk stellt für die Patienten zu Beginn eine große Belastung dar und geht mit vielen Fragen einher. Ich nehme mir ausreichend Zeit, um nach einer exakten Diagnose über alle konservativen Therapiemöglichkeiten und Operationsmethoden aufzuklären. Gemeinsam wird nach Abwägen aller Pro und Contras gemeinsam eine Entscheidung getroffen. Auch der richtige Zeitpunkt für die Implantation der Prothese wird gemeinsam mit dem Patienten festgelegt, ebenso die Entscheidung, welches künstliche Kniegelenk eingesetzt wird. Jeder Schritt wird vorab exakt geplant und an die individuellen Patientenbedürfnisse angepasst. Die operative Nachsorge gestaltet sich von Patient zu Patient unterschiedlich und wird vorab besprochen und organisiert.

Das künstliche Hüftgelenk

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Wie häufig sind Gelenksarthrosen?
Der Anteil älterer Menschen wird in Österreich in den nächsten Jahren weiter steigen. Dadurch treten auch Wirbelsäulenbeschwerden, Abnützungserscheinungen von Gelenken (Arthrose) und Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparats immer häufiger auf. Vor allem Mobilitätseinschränkungen behindern den Alltag und führen zu Folgeerkrankungen. Gelenksarthrosen gehören zu den Krankheiten, die in entwickelten Ländern am häufigsten zu Behinderung führen. Weltweit sind laut WHO 9,6 Prozent der Männer und 18 Prozent der Frauen davon betroffen. Für die Behandlung schwerer Fällen hat sich die Implantation eines künstlichen Hüftgelenks als effektive und kosteneffiziente Intervention erwiesen. Die Operation wird überwiegend bei Menschen ab 60 Jahren durchgeführt.

Sind Gelenksoperationen bereits Routine?
Vor nicht allzu langer Zeit waren künstliche Hüft- oder Kniegelenke vereinzelte High-Tech-Operationen. Mittlerweile sind künstliche Gelenke aber in vielen Kliniken zur Routine geworden. Durch hohe Patientenzahlen, gute Qualität und laufende Forschung hat etwa die Orthopädie der MedUni Wien am Wiener AKH eine Vorreiterrolle. Dadurch konnten in den vergangenen Jahren immer ausgefeiltere implantierbare Prothesen entwickelt werden. Je nach Ausprägung und Krankheitsgrad können unterschiedliche Typen des künstlichen Hüftgelenks zum Einsatz kommen; das künstliche Hüftgelenk besteht dabei im Regelfall aus Keramik, Metallen und Polymeren.

Welche Operationstechniken gibt es?

Prinzipiell stehen zwei verschiedene Operationstechniken zur Verfügung, die herkömmliche und die minimal-invasive Operationsmethode, auch als AMIS-Methode (Anterior Minimal Invasive Surgery) bekannt. Eine minimal-invasive Operation wird bei Möglichkeit immer bevorzugt, da sie für den Patienten mit zahlreichen Vorteilen einhergeht:

  • Muskulatur seitlich an der Hüfte wird nicht durchgeschnitten, dem Patienten bleiben unangenehme Vernarbung und Heilungsschmerzen erspart.
  • geringerer Blutverlust
  • Patienten können bereits einen Tag nach der Operation wieder aufstehen.
  • Ältere Patienten sind schneller wieder selbstständig.
  • Jüngere Patienten sind schneller wieder im Arbeitsalltag.
  • Allgemeine Rehabilitationsphase fällt nach minimal-invasiven Operationen deutlich kürzer
    aus als nach größeren offenen Eingriffen.
  • Tragedauer der Krücken ist nach minimal-invasiven Operationen des Hüftgelenks kürzer.

Als Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie verfüge ich über langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der minimalinvasiven Operationstechniken und Hüftgelenksersatzoperationen sowie komplexen Revisionseingriffen/Wechseloperationen. Darüber hinaus habe ich in Zusammenarbeit mit internationalen Kollegen als einziger Europäer ein Implantat entwickelt, das die Vorteile bisheriger Implantate vereint und dabei speziell für den vorderen Zugang konzipiert ist. Dieses Actis Total Hip System ist seit Juni 2016 auch für Patienten in Österreich verfügbar.

Termine

Für Termin-Vereinbarungen kontaktieren Sie mich bitte telefonisch oder per e-mail. Ich nehme mir gerne für Sie Zeit.

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